Von Bogota über die Salzkathedrale in Zipaquira bis nach Villa de Leyva

Huella Villa de LeyvaEin Fahrer von „The Columbian Way“, Edwin, holt uns vom Hotel in Bogota um 9.00 Uhr ab.

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Wir fahren durch den Stau in Bogota und sind eine Stunde später in Zipaquira, wo wir uns in 180 Meter Tiefe unter dem Hügel Zipa ein ehemaliges Salzbergwerk anschauen, das jetzt zu einer Kathedrale geworden ist.

Diese Kathedrale gilt als erstes architektonisches Wunder Kolumbiens und ist seit 1995 für die Öffentlichkeit zugänglich. Vorher gab es schon eine andere Salzkathedrale, aber wegen Einsturzgefahr wurde sie geschlossen.

Das präkolumbianische Indianervolk namens Muisca profitierte bereits von dem Salz.

Ein Binnenmeer hatte vor Millionen von Jahren hier diese Bodenschätze hinterlassen. Sie gehören

zu den größten Salzvorkommen der Welt.

Alles in dieser Salzkathedrale wurde aus Salzstein geformt, bis auf einen Engel.

sans titre-111sans titre-112sans titre-113In der Tat sehen die Gegenstände, die man unter den Lichtspielen erkennen kann, eher wie Marmor aus.

Eine beeindruckende und ausdauernde Arbeit, die die Menschen hier geleistet haben.

Die Weiterfahrt durch die Berge bis nach Villa de Leyva läßt uns faszinierende Bergstrukturen sehen. Eine Quebrada (Schlucht) nach der anderen, ich frage mich immer, wie beschwerlich die Landwirtschaft und das Leben insgesamt in so einer zerklüfteten Landschaft sein muß.

Wir sehen viele Frühlingszwiebelfelder, Kartoffeln und vieles mehr.

Kurz hinter Bogota sahen wir zahlreiche Gewächshäuser, wo sie Blumen anbauen.

In Bogota findet man dadurch leicht frische Blumen.

In einer Gegend, wo das Klima ziemlich gleichbleibend ist und der Boden fruchtbar durch das ehemalige Binnenmeer, wächst alles hervorragend, was diese Bedingungen braucht.

In Villa de Leyva angekommen erleben wir die Entspanntheit der Leute und treffen auf eine Unsumme von Hunden, die zum Teil wild leben und daher bei den Restaurants versuchen, das eine oder andere Häppchen abzubekommen.

Wir bestaunen den größten Platz in Südamerika, der von Häusern im Kolonialstil gesäumt ist.

Villa de Leyva - PlazaDa die Stadt frühzeitig zum nationalen Denkmal ernannt wurde, ist der Stil durchgehend erhalten geblieben. Das Kopfsteinpflaster verlangt allerdings gutes Schuhwerk und selbst damit muß man auf jeden Schritt achten. Da es heute leider regnerischer ist, sind die Steine auch noch ziemlich rutschig.

Am Spätnachmittag versuche ich von einem kleinen Pool im Hotel zu profitieren, aber am Eingang hämmern Arbeiter herum, sodaß ich mich eher auf einer Baustelle befinde. Angeblich gibt es dort Handtücher, aber ich muß mehrmals zwischen der Rezeption und dem Spabereich pendeln, bis ich zu einem Handtuch komme. Mittlerweile öffnen die Arbeiter einige Bodenplatten, die direkt auf dem Weg zum Schwimmbad führen, während ein Arbeiter im Eingangsbereich bereits nur noch den Zement aufträgt.

Es gelingt mir aber trotzdem noch, mich ein bißchen im Pool zu entspannen.

 

Bogota mit Juliana

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Um 10.00 Uhr geht unsere Bogotatour mit Juliana los. Sie holt uns vom Hotel ab, das mitten in der Altstadt Bogotas „La Candelaria“ gelegen ist.

Juliana & GabyMan kann dort die einzigen Kolonialhäuser Bogotas bewundern mit ihren schönen Holzbalkonen.

Je reicher die Familien waren umso mehr Balkone hatten die Häuser. Ebenso konnte man den Reichtum am Innenhof erkennen. Gab es einen Brunnen, so war das wie heute mit dem Swimmingpool, ein klares Zeichen von Reichtum.

In der Altstadt kann man in gemütlichen Bars  und Cafés die typischen „Chichas“ zu sich nehmen.

Das ist ein Getränk aus Mais, das durch Fermentation verschiedener Pflanzen leicht mit Alkohol versetzt ist.

Wir fahren mit Juliana und mit einer Bergbahn auf den „Cerro de Monserrate“. Hierbei handelt es sich um einen Berg mit einem Naturschutzgebiet und einer Kirche auf einer Höhe von 3200 Metern.

Gaby et moi, sont plates et grises. En voici une meilleure pour vous donner une idée.

 

Wir gehen über einen Markt und trinken an einem kleinen Stand einen Coca Tee mit „Cane“.

Cane hat im Vergleich zu normalem Zucker noch sämtliche Mineralien enthalten und dient somit als vorzüglicher Energiespendern. J.P., der heute wegen der Höhe unter Kopfschmerzen leidet, erhält ziemlich bald nach dem Tee, der auch sehr gut schmeckt, Besserung.

Juliana zeigt uns die typischen Eßwaren von Kolumbien. Z. B. gibt es die Eingeweide von der Kuh zum Essen. Da es sehr klein geschnitten ist, glaube ich Pilze zu erkennen. Große Bananen mit Käse gebacken liegen neben Lungenstücken und riesigen Avocados. Gelbe Hühner, Mais auf Hölzer gespießt und winzige, runde Kartoffeln warten auf den Verzehr.

Wir schauen uns das hochinteressante Goldmuseum von Bogota an.

Die Anzahl der Exponate, obwohl die Spanier eine Menge geraubt haben, ist unglaublich.

sans titre-95sans titre-96sans titre-97sans titre-98Die Verarbeitung vom Gold, aber auch anderen Metallen, wie Kupfer und Silber ist faszinierend.

Die Darstellungen von Tierkombinationen um eventuelle neue Energie zu erwerben, die Reflektionen über Leben und Tod, alles das und vieles mehr kann man bei den Fundstücken aus alten Grabstätten der Prä-Kolumbianer entdecken.

Mitten in der Stadt sehen wir eine Ansammlung von Männern, die mit Emeralden handeln. Allerdings sollte man genau wissen, wie der echte Stein aussieht, da man sonst leicht über den Tisch gezogen werden kann.

Juliana warnt davor ein Taxi auf der Straße zu nehmen. Es gibt nämlich kriminelle Taxifahrer, die eine Droge im Auto versprühen, die einen in einen Zustand versetzt, sodaß man sich anschließend an nichts mehr erinnert.Man ist wohl völlig gefügig und der Taxifahrer hat ein leichtes, an Geld, Kreditkarte, Pässe etc. zu gelangen.

sans titre-90Die Regierungsgebäude werden bewacht, aber man kann ziemlich nah herankommen. Es befindet sich gerade ein Krankenwagen vor dem Regierungsgebäude und Juliana erklärt uns, daß der Präsident, egal wo er ist, immer einen Krankenwagen aus Vorsichtsmaßnahme im Schlepptau hat.

Also ist er heute da.

Die Wachen tragen aus alten Zeiten einen speziellen Rucksack auf dem Rücken, indem sich heute nichts mehr befindet, früher aber alles mögliche darin transportiert wurde, da die meisten keine Pferde hatten.

Wir sehen das Wohnhaus von Simon Bolivar und schräg gegenüber das Haus seiner Geliebten, die er, nachdem seine spanische Frau ziemlich jung verstorben war, nicht heiratete.

sans titre-89Später starb seine Geliebte an Gelbfieber und wurde neben Bolivar in Venezuela beerdigt.

Wir sehen die 17 Gesetzestexte der Demokratie von Bolivar.

Mittags bestellen wir uns ein typisches Gericht mit Chorizo, Schweinehaut, Hackfleisch, roten Bohnen, Avocado und Reis. Ein Gericht für eine Person, die ich mir mit J.P. Teile und trotzdem können wir nicht alles aufessen. Die Portionen sind sehr mächtig.

Bandeja paesaWir sehen ein sehr gepflegtes Haus im spanischen Stil mit Rundbögen und einem schönen Garten mit Brunnen im Innenhaus, diente einst der Geldherstellung.

Zum Schluß gehen wir noch in das Fernando Botero Museum. Botero ist ein kolumbianischer Maler, der seit 1976 auch als Bildhauer tätig ist. Dort kann man eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Bilder- und Skulpturausstellung von Botero und anderen bekannten Künstlern, die u. a. seine Freunde waren oder auch noch sind, bewundern. Außerdem befindet sich das Museum in einem wunderschönen alten Gebäude aus der Kolonialzeit.

sans titre-88Mirosans titre-99Ein großes Problem in Bogota ist bei einer Einwohnerzahl von 10 Millionen die Luftverschmutzung, insbesondere durch die nicht kontrollierten Autos, die schwarze Auspuffgase nur so in die Luft blasen. Juliana bestätigt dies, da sie am Abend immer rote Augen hat.

Der Fahrer, der uns am Vorabend abholte, hatte ebenfalls sehr rote Augen. Selbst wir am heutigen Abend leiden unter müden roten Augen.

sans titre-101Unser Hotel verfügt über eine schöne Dachterrasse, wo wir die Sonne gerade untergehen sehen. Am Äquator geht das immer sehr schnell und immer um dieselbe Zeit. Es gibt auch keine Unterschiede in den Jahreszeiten.

 Ferien hat man als Student und Schüler 2 Monate um Weihnachten herum. Diese Woche hat das Studentenleben gerade wieder angefangen. Im “ Sommer“ gibt es dann noch 1 Monat frei.

Ein Problem sind die Gehwege und Straßen, die häufig in einem sehr schlechten Zustand sind.

Ich stolpere am Morgen, da ich über eine Unebenheit gegangen bin. Besser schaut man immer wie in den Bergen auf jeden Schritt, da Überraschungen, die wir nicht gewöhnt sind, auf einen warten.

Zum Teil findet man regelrechte Löcher im Gehweg. Im Dunkeln kann es einem erst so richtig zum Verhängnis werden.

Juliana warnt vor dem Ausgehen im Dunkeln, wir sollen keine wichtigen Papiere oder zu viel Geld dabeihaben.

Wir sind eh vom Tag in Bogota geschafft und genießen den vom Hotel gestellten kolumbianischen Café bzw. einen hauseigenen aromatischen Tee. Beides ist sehr geschmackvoll und lecker.

Casa Deco

 

 

 

Galapagos adieu

Wir wachen von alleine um 4.45 Uhr auf. Die Dame, die uns um 5.00 Uhr wecken sollte, erscheint um 5.15 Uhr. Bis dahin benutze ich meine Taschenlampe um noch einmal die Wasserflaschen aufzufüllen.

Das Taxi kommt mehr als pünktlich an. Wir fahren im Dunkeln zum Hafen, wo sich selbst um diese Zeit eine Menge tut. Selbst ein neugieriger Seehund zieht seine Bahnen im Hafenwasser.

Die Kofferkontrolle, mit der Frage, ob man Früchte mitgenommen hat, verneine ich, aber trotzdem sucht eine junge Dame mit Hingabe mein gesamtes Gepäck durch.

Wir steigen in das Zubringerboot, nachdem ein Mann meinen Namen ruft. In der Tat heißt unser Boot „Gaby“.

sans titre-85Gaby ist ein kleineres Boot als das von der Hinfahrt. Ich sitze an der hinteren Ecke des Bootes um Luft zu haben. Außerdem werde ich hin und wieder mit dem Meerwasser gewaschen. Plötzlich zeigt sich auch noch die Sonne. Das ist jetzt aber nichts mehr für mich. Egal, durchhalten heißt die Devise und ich hole meinen Sonnenhut heraus. Da der Fahrtwind sehr stark ist, halte ich meinen Hut gelegentlich fest, denn den brauche ich noch.

Diesmal dauert die Bootsfahrt nach Santa Cruz nur 1 Stunde 45 Minuten. Eine halbe Stunde weniger als die Hinfahrt nach Isabela.

Course de bateauxDas ist auch gut so, denn mir ist nicht besonders gut.

Wir werden ausgebootet und passieren die Hafenkontrolle. Dort entfernen Sie nur die Plastikkontrollbänder .

Ein Taxifahrer kommt auf uns zu und bietet die Fahrt Richtung Flughafen an.

In einer Dreiviertelstunde sind wir an der Bootsanlegestelle gegenüber von der Flughafeninsel Baltra. Wir besteigen ein Boot, aber müssen sofort in ein größeres steigen, da sehr viele Menschen auf einmal eintreffen.

Jetzt müssen wir nur noch den Flughafenbus nehmen.

Am Flughafen angekommen checken wir bei „Tame“ ein. Dieses Flugzeug bringt uns über Guayaquil nach Quito.

Da wir noch nichts gegessen haben, stürzen wir uns auf etwas Eßbares am Flughafen.

Les miettesUnser Flug nach Guayaquil verläuft ohne Probleme, wir kommen sogar früher an. Allerdings warten wir im Flugzeug 1 1/2 Stunden auf den Weiterflug nach Quito.

Dort müssen wir nämlich unsere Koffer abholen, und dann den internationalen Flug nach Bogota in Kolumbien nehmen.

Eine Tücke ist es, daß sie die Kofferlaufbänder ruckartig ändern, sodaß man immer wieder gucken muß, ob man richtig ist.

Eigentlich wollten wir gerne noch die Stelle aufsuchen, die sich um die Rückerstattung der gezahlten Steuern auf unseren Hotelrechnungen kümmert, aber der Mann am Flugschalter von Avianca macht uns bereits solchen Streß, daß wir nicht 3 Stunden vor Abflug da waren und angeblich keiner mehr einchecken kann. Da überzeugen wir ihn aber vom Gegenteil und schließlich nimmt er unsere Koffer entgegen und gibt uns die Bordkarten.

Wir eilen durch die Paßkontrolle, dann durch den Personen- und Handgepäckcheck. Da es ein internationaler Flug ist, darf man wie in Europa keine Flüssigkeiten an diesem Punkt mit sich führen, von den Waffen etc. ganz zu schweigen.

Am Flugschalter angekommen, erfahren wir zunächst durch die kolumbianische Reiseagentur, daß das Flugzeug 20 Minuten Verspätung hat. Wesentlich später verkünden sie dieselbe Botschaft am Flugschalter.

Der Flug von Quito nach Bogota dauert nur eine halbe Stunde in der Luft.

Danach müssen wir durch die Einreisekontrolle. Dort treffen wir auf einen sehr netten Beamten.

Daraufhin gehen wir unsere Koffer abholen. Mein Koffer erscheint unter den ersten Koffern und ich mache Spaß und winke J.P. als ob ich ohne ihn nach draußen gehe. Aber ohne Witz sein Koffer taucht und taucht nicht auf. Nach einer halben Stunde schickt mich J.P. wirklich nach draußen, um der Person, die uns von der Reiseagentur abholen soll, Bescheid zu geben.

Ich stehe mit einer Menge Spanier an dem Zollschalter an, gelange aber dann ohne Extrakontrolle nach draußen. Dort stehen viele Wartende mit Namensschilder, aber ich finde keinen mit unserem Namen. Taxifahrer bieten mir Ihren Service an.

Nach mehrfach erneuter Kontrolle entdecke ich schließlich einen Mann, der fast unlesbar ein Schild zwischen seinen Beinen hält, auf dem „The Columbian Way“ steht. Den frage ich, auf wen er denn wartet. Da erklärt er mir mit einem wundervollen Akzent und einer sehr interessanten Ausdrucksweise den Namen von Mister Choisne.

Da es sich bei diesem Mann nur um einen Fahrer handelt, kann er so gut wie kein Englisch sprechen. Also werden mal wieder meine Spanischkenntnisse unter Beweis gestellt.

Er versteht, daß J.P. ein Problem mit seinem Koffer hat. Etwas später sehen wir J.P. durch die Scheibe am Reklamationsschalter für verlorengegangenes Gepäck. Er hat gerade erfahren, nachdem sie ihn von einem Ort zum anderen geschickt haben, daß sein Koffer gefunden wurde.

Schließlich bringt uns der Fahrer ins Hotel, wo ich mir noch einen Coca Tee gegen die Höhenbeschwerden genehmige. Bogota liegt nämlich auf einer Höhe von 2700 Metern. Ein bißchen merken wir also wieder die Höhe.

 

Isabela und Blaufuß-Tölpel

Vor dem Frühstück kann ich J.P. bewegen, sich den Sonnenaufgang anzusehen.

Nicht so einfach heute, da es sehr bewölkt ist. Plötzlich um 6.15 Uhr zeigt sich der rote Ball für einen kleinen Moment.

Wir setzen uns auf eine Bank, die auf Lavagestein, das ins Meer hineinragt, aufgestellt wurde, da sieht J.P. plötzlich einen Rochen im Meer schwimmen. Ich versuche ein Foto von diesem Meerestier zu machen, was sich als sehr schwer erweist.

Um 7.00 Uhr gibt es Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels. Der Meeresblick ist einmalig schön und man hat wirklich einen tollen Überblick von hier oben.

J.P. möchte eher chillen und die Boots-Fahrkarten für morgen besorgen.

Ich mache mich auf den Weg um die Vögel mit den blauen Füßen kennenzulernen.

Zunächst stoße ich auf den Friedhof, der direkt am Meer gelegen ist und wo sie über die Gräber kleine Schutzdächer installiert haben. Im Gegensatz zum Friedhof in Cayambe, wo auf den Gräbern nur die Todestage erwähnt wurden, finde ich hier auch das Geburtsdatum eines Toten.

Nicht weit von unserem Hotel „La Casita de La Playa Hostal“ beginnt der Nationalpark und das Wassertierschutzgebiet der Galapagos Inseln.

In diesem Park, der teils sehr nah am Meer gelegen ist, gibt es viele kleine Seen und Feuchtgebiete.

Große längliche, aber auch kleinere rundlichere Kakteen prägen die sehr trockene Landschaft.

Ein Strand „Playa Orgánica“, nennen sie einen Strand, der erst in tausenden von Jahren mit weichem Sand sein wird, wie die anderen Sandstrände hier. Dieser Strand hat sich aus den Strömungen des Ozeans gebildet, die Überbleibsel von Muscheln, Korallen und Seeigeln angespült haben, also besteht dieser Strand aus noch härteren Substanzen.

An einer Stelle darf man gar nicht näher auf den Sand gehen, da dieser Bereich für die Iguanas reserviert ist.

Plötzlich sehe ich von weitem eine Unmenge von Vögeln, die sich ins Wasser stürzen.

Sollten das nicht meine gesuchten „Blaufüßler“ sein?

Schnell gehe ich weiter und ich entdecke ein Schild „El Estero“ 227 m.

Ich folge dem Weg, bis er sich verzweigt, dort entscheide ich mich für den linken Weg und ich ende auf rutschigen, moosbedeckten Steinen, die sich teilweise im Wasser befinden.

Vorsichtig gehe ich weiter und da sehe ich einen Einheimischen, der gerade einen Fisch ausnimmt.

Um ihn herum seine Familie, aber auch jede Menge von interessierten Pelikanen, und weiteren Meeresvögeln.

Ein Tintenfisch krabbelt vor meinen Füßen herum.

Eine Sorte von Vogel stößt senkrecht ins Meer und landet etwas weiter weg auf den Lavafelsen.

Ich zoome mit meiner Kamera und da sehe ich etwas blaues an den Füßen und auch am Schnabel.

sans titre-84Ich habe die Blaufüßler entdeckt. Sehr froh darüber, versuche ich gute Fotos zu machen. Plötzlich entdecke ich auch einen Seelöwen im Wasser. Er schießt mit einer professionellen Geschwindigkeit durch das Wasser um den Vögeln zuvorzukommen.

Ich sehe auch Albatrosse und diverse andere Vogelsorten.

Der Mann, der die Fische ausgenommen hat, bietet mir eine frische Ananasscheibe an. Ich nehme sie dankend an. Das Aroma der Ananas, die von hier stammt, ist hervorragend. Ich stärke mich mit der Frucht, da mittlerweile die Sonne wieder herausgekommen ist und der Rückweg noch ansteht.

Ich verabschiede mich von dieser Familie und sehe etwas später, wie sie in einem Boot auf dem Meer wieder nach Hause fahren.

Auf dem Rückweg treffe ich Leute von unserem Boot als wir ankamen.

An einem „Playita“, einem kleinen Strand, sehe ich 2 riesige Vögel mit jeweils langen Hälsen und Beinen.

Auf dem Rückweg treffe ich noch Unmengen von Iguanas.

J.P. erklärt mir, daß wir morgen um 5.30 Uhr am Hafen sein müssen, da unser Boot um 6.00 Uhr

abfährt. Frühstück ist also gestrichen.

Wir essen Mittag in einem Restaurant, wo die Polizei zu Mittag ist. Das Auto des Polizisten besteht aus einem Buggy. Die anderen Autos hier sind Pick-ups, das sind Autos, wo man vorne geschlossen innen sitzen kann, aber der hintere Teil ist offen. Mit so einem Taxi fuhren wir bereits auf Santa Cruz.

sans titre-83Am Nachmittag stürze ich mich in die Fluten. Das Meerwasser hat eine sehr angenehme Temperatur. Mit mir schwimmt ein Pelikan nicht weit von mir im Meer. Die Wellen massieren einen schön, aber man hat niemals das Gefühl, daß das Meer einem gefährlich werden könnte. Ich spüre keine Strömungen, die einem zum Verhängnis werden könnten. Alles verläuft sehr ruhig, eben im Galapagosrhythmus.

Beim Abendspaziergang mit J.P. treffen wir auf 2 Holländer aus der Gruppe, die mit uns im selben Hotel im Amazonas waren.

Das Abendessen nehmen wir im amerikanischen Restaurant mit einer Studentengruppe zu uns.

Es ist sehr gut, aber auch ziemlich teuer.

Der Eigentümer vom Hotel will uns durch eine Dame um 5.00 Uhr wecken lassen.

Schildkröten auf Isabela

Galápago heißt auf Spanisch Wasserschildkröte.

Wiederum sehen wir uns eine Brutstation für eine der größten Riesenlandschildkröte an.

Die Eier werden in Brutkästen bei Dunkelheit gehegt und gepflegt. Die Eier dürfen, nachdem sie gelegt wurden, nicht verdreht werden. Die ursprüngliche Eilage ist sehr wichtig. Die Mütter in der Natur pinkeln und bedecken die Eier mit ihren Fäkalien. Danach verlassen sie sie und kümmern sich nicht mehr um ihre Nachkommenschaft.

In der Brutstation von Isabela werden die Babies separat unter Drahtkäfigen von sämtlichen Störungen ferngehalten.

Am Anfang ist ihr Panzer noch weich, sodaß sie beschützt werden müssen.

Alle 3 Monate werden sie gemessen und je nach Größe kommen sie in ein anderes Gehege.

Schildkrötenbabies, die nicht bewacht werden, haben hier in der Natur keine Überlebenschancen, da zu viele Feinde auf sie warten. Es wurden in der Vergangenheit Tiere, wie der Hund z. B. eingeführt, die den Schildkröten zum Verhängnis werden können.

Die Ureinwohner aßen die Schildkröten und auch auf Booten wurden sie gerne lebend zum Verzehr auf langen Reisen mitgenommen, da sie von wenig Futter leben können.

Schildkröten brauchen mehrere Jahrzehnte um geschlechtsreif zu werden.

Das Leben einer Riesenschildkröte kann 150 Jahre dauern.

Auf dem Weg zu den Schildkröten begegnen wir zahlreichen Iguana und auch Flamingos.

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Iguane mâlesans titre-77Mittags fliehen wir in ein Restaurant, was innen serviert, weil die Hitze uns zu stark ist.

Die Frau in dem Restaurant fragt nur „Almuerzo“ und wir bejahen.

Daraufhin geht sie in die Küche, in der sich riesige Kopftöpfe befinden, dreht mit riesigen Löffeln in den Töpfen herum und serviert uns anschließend eine Hühnersuppe, daraufhin einen Teller mit Reis und Hühnerfleisch und einer leckeren Soße. Zum Trinken gibt es den vorbereiteten Fruchtsaft, der glaube ich Melonensaft war.

Da heute Sonntag ist, kann ich die Bevölkerung beim sonntäglichen Treiben beobachten.

Auffällig ist, daß die Frauen und Mädchen ziemlich bekleidet mit T-Shirt etc. ins Wasser gehen.

Am Abend essen wir in einem Restaurant, viele haben am Sonntagabend geschlossen, und sind zum ersten Mal enttäuscht, was die Qualität des Essens angeht. Sie servieren uns gebratene Bananenscheiben, die wirklich nur trocken und ohne Geschmack sind. Ich erhalte dazu 2 Käsescheiben, wobei eine etwas schimmelig ist, und beide keinen Geschmack haben.

J.P. bestellt Ceviche, das ihm auch nicht sehr schmeckt.

Beim Zahlen versuchen Sie uns auch noch mehr zu berechnen, als was sie laut Karte ankündigen.

Morgen gehen wir da sicherlich nicht mehr hin!!